Welche Krankheiten können von Moskitos übertragen werden?  Teil 6: West-Nil-Fieber

By 27. November 2018Blog

Welche Krankheiten werden am häufigsten von Mücken übertragenen? Nach Malaria, Dengue Fieber, Zika-Virus, Gelbfieber und Japanischer Enzephalitis folgt heute eine kurze Aufklärung zum Thema „West-Nil-Fieber“.

Der West-Nil-Virus tauchte 1937 in Uganda auf, in der Provinz West-Nile, nach der die Krankheit benannt wurde. Durch eine infizierte Mücke, die im Flugzeug von Tel Aviv nach New York gelangt war, gelangte das Virus Ende der 90er Jahre nach Amerika und verbreitete sich von dort erschreckend schnell über ganz USA und Kanada. Über 46.000 Erkrankte zählte man zwischen 1999 und 2016 in den Vereinigten Staaten, über 2.000 starben. Auch in Europa verbreitet sich die Krankheit in den vergangenen Jahren. Etwa 200 registrierte Fälle zählte man hier 2017. Vor allem in Rumänien, Italien und Griechenland gab es West-Nil-Patienten. In Deutschland bisher jedoch nicht.

Bis dato sind über 40 Mückenarten bekannt, über die das West-Nil-Fieber übertragen wird. Zudem ist eine Übertragung des Virus‘ über infiziertes Tier- oder Menschenblut möglich.

Die Inkubationszeit beträgt zwei bis 14 Tage. 

80 Prozent der Befallenen haben keine Symptome. Bei etwa 20 Prozent beginnen die Beschwerden frühestens zwei Tage nach der Infektion.  

Die Symptome sind grippeähnliche Beschwerden, also Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Ebenfalls: Bindehautentzündungen, Durchfall, Erbrechen, Anschwellen der Lymphknoten. Oft folgt dem ersten Fieber eine Besserungsphase, auf die aber wieder eine mit hohem Fieber folgt. Bei dem Gros der Betroffenen heilt die Krankheit nach etwa einer Woche ab.

Gefährdet sind vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, Kinder und ältere Menschen.