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Leider ungeil… Auch in milden Wintern – droht akute Gefahr durch Zeckenbisse.

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Eigentlich möchte man meinen, die zähen, kleinen Zeckenbiester lassen unsereins wenigstens im Winter in Ruhe und ziehen sich erstarrt ins Unterholz zurück. Das entspricht  nur leider nicht den Tatsachen. Auch jetzt sollte man das Risiko durch Krankheiten, die über Zeckenbiss übertragen werden können, sehr ernst nehmen und sich schützen.

Wohler fühlen Zecken sich natürlich in den warmen Jahreszeiten, und dann vorrangig an feucht-warmen Plätzen. Diese suchen sie aber auch auf, um gegebenenfalls „gut durch den Winter“ zu kommen. Dafür suchen sie sich Plätze unter feuchtem Laub oder Nadeln und dort sind sie in der Regel vor Witterung und Fressfeinden relativ sicher. Das wiederum mindert unsere Sicherheit, jedenfalls die vor Zeckenbissen, solange die Temperaturen nicht über einen längeren Zeitraum unter sieben Grad Celsius fallen. 

Ohne Bodenfrost kann es sogar sein, dass die Zecken nicht nur sehr früh aus ihrer Starre erwachen, sie bleiben teilweise sogar durchgehend aktiv und überspringen den Zeitraum der Starre. In den vergangenen eher milden Wintern zeigte sich die Tendenz, dass Zecken zunehmend ganzjährig aktiv sind. Das heißt, neben Borreliose, gilt es, sich vor FSME zu schützen. Auch im Januar und Februar und mittels der ganzjährig wirkungsvollen Maßnahmen: festes Schuhwerk, lange Kleidung, Nutzen einen Insektenrepellents*.

* beispielsweise mit ATACK CONTROL Insektenschutz ® Spray aus der Apotheke. 

Zeckengineller Last Minute Geschenk-Tipp für Mäuse ab 6 Jahren: „Die Zecke des Zaren“

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Wer sucht noch ein Buch als Weihnachtsgeschenk für ein Kind im Grundschulalter? Eines, das Spaß macht und gleichzeitig informiert? Wir haben eine hochamüsante Zecken-Geschichte entdeckt: ein ganz anderer Vampirroman

In der „Zecke des Zaren“ von Gudrun Opladen wird von einem kleinen, dicken Zaren und einem dürren Großzaren erzählt, die sich nicht leiden können. Die Geschichte handelt von Größenwahn und wirren Verwicklungen, von Kindern und von einer Zecke, die sich auf einem Po fest beißt und Angst verbreitet. Etwas zum Schmunzeln, etwas zum Mitfiebern und etwas zum Lernen! Es steckt alles drin, was ein gutes Kinderbuch aus unserer Sicht braucht. Und die mit- oder vorlesenden Erwachsenen können hier noch mal nachlesen, warum – wer klug ist – sich und seine Kinder vor Zeckenbissen schützt*. Bestenfalls nicht nur am Popo!

Angelika Lenz Verlag

Gudrun Opladen, Die Zecke des Zaren

Kartoniert 9,90 €

https://www.stories-hamburg.de/shop/article/30427306/gudrun_opladen_die_zecke_des_zaren.html

* beispielsweise mit ATACK CONTROL Insektenschutz ® Spray aus der Apotheke. 

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Mit Wespe unterm Weihnachtsbaum?

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Kann es wirklich sein, dass Weihnachten noch eine Wespe im Wohnzimmer herumfliegt und sticht sie etwa auch noch?! Das Risiko ist durchaus gering. Aber die Antwortet lautet zwei Mal „ja“.

Eigentlich verbinden wir Wespen mit Sommer und süßen Speisen… Aber bei moderaten Temperaturen am Ende des Jahres, können die Wespen-Arbeiterinnen noch relativ lange überleben. Die Herbst-Königinnen überwintern sowieso und haben dafür praktischerweise ein körpereigenes „Frostschutzmittel“. 

Eigentlich legen letztere sich Richtung Herbst/Winter an einem geschützten Plätzchen zur Ruhe. Holt man sie aber versehentlich mit Tannenbaum, Kaminholz oder ähnlichem von draußen in den Wohnraum, wird sie getäuscht: Kommt die Wespe jetzt in helle, geheizte Räume, erkennt ihr Organismus vermeintlich Frühling. Die Wespe wacht auf und fliegt „aufgescheucht“ durch den Raum. So hellwach ist sie wieder voll da, mit allen Konsequenzen. Das heißt – Weihnachten hin, Weihnachten her – sie sticht auch zu, wenn sie sich bedroht fühlt. 

Also Augen auf beim Christbaumkauf! 

mücke – mug – myg – mygga – nyamuk – mogi – muoi

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ECHT JETZT?! Wusstet Ihr, dass Mücke auf Niederländisch mug heißt? 

Und auf Dänisch myg? Auf Schwedisch? Mygga! Ach, wie niedlich! Das hört sich doch direkt nach einer gemütlichen Tasse Tee und Entspannung an. Dabei ist die Rede von durchschnittlich 2 mg Mückentücke!

Und es gibt noch mehr Länder mit putzigen Namen für die oft unterschätzten Moskitos: In Indonesien nennt man sie nyamuk. In Korea mogi und in Vietnam muoi. Mal ehrlich? Hört sich das nach einem Überträger zum Teil lebensbedrohlicher Krankheiten an? Tut es nicht und es täuscht! Egal in welcher Sprache und in welchem Land, Mücken sollte man Ernst nehmen…

Welche Krankheiten können von Moskitos übertragen werden? Teil 7: Chikungunyafieber

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Welche Krankheiten werden am häufigsten von Mücken übertragen? Heute widmen wir uns dem Chikungunyafieber und beenden damit unsere kleine Reihe, die sich mit Symptomen, Verläufen und Verbreitung einiger durch Mücken übertragenen Krankheiten befasst.
Dazu gehören – neben dem
ChikungunyafieberMalaria, Dengue Fieber, Zika-Virus, Gelbfieber, Japanischer Enzephalitis und „West-Nilfieber“.

Der Chikungunyavirus, auch CHIK-Virus genannt, wird durch tag- und nachtaktive Stechmücken übertragen und ist vornehmlich in Süd- und Ostafrika, in Indien, im indischen Ozean und in Südostasien zu finden. Als Überträger gelten unterschiedliche Mückengattungen, so zahlreiche der Aedes-Mücke sowie einige Arten der der Culex-Gattung.

Als Schutz vor der Krankheit ist keine Impfung möglich, weshalb Mückenschutz durch Repellents, Moskitonetze und Kleidung in den Risiko-Gebieten besonders ratsam sind. Die Größenangaben der Erkrankungsfälle deutscher Rückreisender differieren und liegen zwischen neun und etwa 160 jährlich.

Die Inkubationszeit beträgt drei bis sieben Tage und die Symptome sind schnell ansteigendes Fieber und starke Gelenkschmerzen. Letztere sind so gravierend, dass die Patienten überaus berührungsempfindlich sind und sich teilweise aufgrund der Schmerzen nicht mehr aufrecht halten können. 

So bekam die Krankheit auch in Tansania, wo das Virus 1952/53 erstmals auftrat,  ihren Namen: Die Bedeutung von Chikungunya in der Sprache der Makonde ist „sich krümmen/gekrümmt werden“.

Weitere Symptome sind unter anderem Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag, Erschöpfung und Magen-Darm-Beschwerden. Die meisten Beschwerden klingen in der Regel ohne bleibende Schäden nach ein bis zwei Wochen ab. Die Gelenkschmerzen aber können über Monate anhalten.

Hat man den Infekt überstanden, ist man lebenslang immun. 

Welche Krankheiten können von Moskitos übertragen werden?  Teil 6: West-Nil-Fieber

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Welche Krankheiten werden am häufigsten von Mücken übertragenen? Nach Malaria, Dengue Fieber, Zika-Virus, Gelbfieber und Japanischer Enzephalitis folgt heute eine kurze Aufklärung zum Thema „West-Nil-Fieber“.

Der West-Nil-Virus tauchte 1937 in Uganda auf, in der Provinz West-Nile, nach der die Krankheit benannt wurde. Durch eine infizierte Mücke, die im Flugzeug von Tel Aviv nach New York gelangt war, gelangte das Virus Ende der 90er Jahre nach Amerika und verbreitete sich von dort erschreckend schnell über ganz USA und Kanada. Über 46.000 Erkrankte zählte man zwischen 1999 und 2016 in den Vereinigten Staaten, über 2.000 starben. Auch in Europa verbreitet sich die Krankheit in den vergangenen Jahren. Etwa 200 registrierte Fälle zählte man hier 2017. Vor allem in Rumänien, Italien und Griechenland gab es West-Nil-Patienten. In Deutschland bisher jedoch nicht.

Bis dato sind über 40 Mückenarten bekannt, über die das West-Nil-Fieber übertragen wird. Zudem ist eine Übertragung des Virus‘ über infiziertes Tier- oder Menschenblut möglich.

Die Inkubationszeit beträgt zwei bis 14 Tage. 

80 Prozent der Befallenen haben keine Symptome. Bei etwa 20 Prozent beginnen die Beschwerden frühestens zwei Tage nach der Infektion.  

Die Symptome sind grippeähnliche Beschwerden, also Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Ebenfalls: Bindehautentzündungen, Durchfall, Erbrechen, Anschwellen der Lymphknoten. Oft folgt dem ersten Fieber eine Besserungsphase, auf die aber wieder eine mit hohem Fieber folgt. Bei dem Gros der Betroffenen heilt die Krankheit nach etwa einer Woche ab.

Gefährdet sind vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, Kinder und ältere Menschen.

Welche Krankheiten können von Moskitos übertragen werden? Teil 5: JAPANISCHE ENZEPHALITIS

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Wir widmen uns diesen Herbst den am häufigsten von Mücken übertragenen Krankheiten. Heute: Japanische Enzephalitis.

Die Japanische Enzephalitis ist ein durch Moskitos übertragenes Virus, das eine Entzündung des Gehirns zur Folge hat. Das Virus ist im südasiatischen Raum weit verbreitet, wodurch mehrere Milliarden Menschen in grob 25 Ländern gefährdet sind. Etwa 50.000 Menschen erkranken pro Jahr durch die Japanische Enzephalitis. Ist das zentrale Nervensystem betroffen, ist die lebensbedrohliche Gefahr sehr hoch. Ungefähr 15.000 Patienten jährlich überleben die Krankheit nicht.

Mittlerweile ist der Erreger nicht nur in asiatischen Gebieten verbreitet, auch in Nord-Australien tauchte er bereits auf. Betroffene Länder waren bisher unter anderem China, Korea, Vietnam, Japan, Taiwan, Thailand, Nepal, Burma und Sibirien sowie Indien, Sri Lanka, Indonesien und die Philippinen.

Das Virus wird über verschiedene Mücken der Gattung Culex übertragen. Das Risiko einer Infektion besteht ganzjährig. Besonders hoch ist dies allerdings innerhalb der Regenzeit, die von Mai bis Oktober andauert.

Die Inkubationszeit beträgt fünf bis 15 Tage.

Die Symptome: Bei einer milden Form der Infektion leiden die Patienten an Kopfschmerzen respektive einer aseptische Hirnhautentzündung. Bei schweren Verläufen treten die Symptome plötzlich auf und entwickeln sich schnell. Kopfschmerzen und hohes Fieber sind Zeichen für eine Meningitis.

Experten raten Reisenden dringend zur Impfung vor Reiseantritt und intensiven Schutz vor Ort: Moskitonetze, Repellentien, imprägnierte Kleidung und körperschützende Kleidung. 

Welche Krankheiten können von Moskitos übertragen werden? Teil 4: GELBFIEBER

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Die häufigsten über Mücken übertragene Krankheiten sind grob Malaria, Dengue Fieber, Zika-Virus, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis, West-Nil- und Chikungunyafieber. Wir widmen uns seit Oktober an dieser Stelle jeweils einem der Krankheiten und kommen nur zum Thema „Gelbfieber“.

Gelbfieber ist eine schwere Viruserkrankung, die durch tagaktive Mücken der Aedes-Gattung übertragen wird. Das zum großen Teil lebensbedrohliche Virus ist ein Arborivirus, das zu der Familie der Flaviviren gehört. Laut WHO gab es im Jahr 2016 geschätzt 200.000 Erkrankte mit 60.000 Toten in der Folge. 90 Prozent dieser hohen Zahl betraf Patienten in Afrika. 

Gelbfieber kommt in den tropischen Regionen Afrikas und Amerikas vor. Das Verbreitungsgebiet Afrikas umfasst 33 Länder mit 500 Millionen Einwohnern. In Südamerika fand man Geldfieber in 12 Ländern und auf einigen der karibischen Inseln. Vor allem in Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien und Kolumbien waren Einwohner und Touristen betroffen. Zusammengerechnet nimmt die Zahl der Erkrankten seit etwa 30 Jahren zu.

Der Erreger wird über die weibliche Mücke auf Mensch und Tier übertragen. 

Inkubationszeit: Nach dem gefährlichen Stich durch eine infizierte Mücke vermehrt sich das Virus im menschlichen Organismus. Die Inkubationszeit beträgt drei bis sechs Tage. Dann tritt in der Regel die erste Krankheits-Phase ein.

Die Symptome: 

  • – Symptome des ersten Schubes sind ein schneller Fieberanstieg bis zu 40 Grad Celsius, teilweise mit Schüttelfrost, sowie Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Nasenbluten. Oft verbessert sich die Erkrankung nach einigen Tagen und verheilt vollständig.
  • – Bei etwa 15 Prozent ergibt sich ein schwerer Krankheitsverlauf, der zu zweiten Phase führt. Hier steigt die Temperatur bei parallelem Abfall der Pulsfrequenz. Im weiteren Verlauf blutet der Patient aus Schleimhäuten und Körperöffnungen. In sehr schweren Fällen führt eine vergrößerte Leber zu Gelbfärbung der Haut. Die Genesung ist langwierig, führt aber meist zu einer vollständigen Genesung. Sehr schwer betroffene Patienten sind lebensbedrohlich krank, die Hälfte von ihnen versterben.

Da eine Ursachenbekämpfung durch Therapie nicht möglich ist, kann man nur die Symptome behandeln. Aus diesem Grund ist eine entsprechende Gelbfieberimpfung unbedingt ratsam, wenn man in die aufgeführten Länder reist. 

Vor Ort sollte man sich unbedingt intensiv schützen: durch Moskitonetze, Repellentien, imprägnierte Kleidung und körperschützende Kleidung mit festem Schuhwerk.

Welche Krankheiten können von Moskitos übertragen werden? Teil 3: ZIKA-VIRUS

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Die häufigsten über Mücken übertragene Krankheiten, vor denen es sich zu schützen gilt, sind grob Malaria, Dengue Fieber, Zika-Virus, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis, West-Nil- und Chikungunyafieber. Wir widmen uns seit Oktober an dieser Stelle jeweils einem der Krankheitsbilder. 

Hier geht es um den Zika-Virus, erstmalig identifiziert vor über 70 Jahren in Uganda: an Affen aus dem Zikawald!

Der Zika-Virus zählt man zur Familie der Flaviviren, zu denen auch das Dengue- und das Gelbfieber gehören. Übertragen wird das Virus laut WHO fast ausschließlich durch Mückenstiche, vorwiegend durch Stiche der Aedes aegypti. Die Aedes-Mücke ist – im Gegensatz zu anderen Mückenarten -nicht nur morgens und abends anzufinden, sondern auch tagsüber.

Verbreitung: Nachdem das Virus nach 1947 vereinzelt in Afrika und danach auch in Asien diagnostiziert wurde, dauerte es insgesamt 60 Jahre, bis stärkere Ausbrüche vermerkt wurden. Im pazifischen Mikronesien waren 2007 zahlreiche Menschen betroffen, seit 2013 auch Bewohner anderer Inselstaaten des Pazifiks. Betroffen sind heute unter anderem Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Puerto Rico, Barbados und Haiti. Im asiatischen Raum gelten beispielsweise Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Kambodscha, Vietnam und die Malediven als Risiko-Gebiete.

Die Symptome sind oft milder als bei anderen über Moskitos verbreiteten Krankheiten. Vier von fünf Patienten haben angeblich sogar gar keine Beschwerden. Häufig führt das Zika-Virus zu Hautausschlag, Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen. Ebenso kann es zu Bindehautentzündungen an den Augen kommen und Fieber auftreten.

Forschern zufolge besteht für Zika-Infizierte die Gefahr, dass durch das Virus die schwere Nervenkrankheit „Guillain-Barré-Syndrom“ ausgelöst wird. Diese kann zu Muskelschwäche und Gefühlsstörungen an Armen und Beinen führen.

Risikopatienten sind vor allem Schwangere, da eine Infektion zu Fehlbildungen beim Fötus führen kann, konkret geht es um Fehlbildungen des Gehirns. Seit April 2016 gilt es laut US-Gesundheitsbehörde als bewiesen, dass Zika-Viren Auslöser der schweren Schädelfehlbildung „Mikrozephalie“ bei Neugeborenen waren. Das renommierte Robert Koch-Institut rät deshalb Schwangeren von Reisen in betroffene Länder ab. 

Für alle anderen Reisenden gilt: zu jeder Tageszeit intensiven Mückenschutz betreiben und Repellents, Moskitonetze sowie schützende, den Körper bedeckende Kleidung einsetzen.